Aufbaukurs

Alljährlich veranstaltet das katholische Jugendreferat des BDKJ Rottweil einen Gruppenleiterkurs. Doch in diesem Jahr sah vieles anders aus, denn auf den Grundkurs, der im Herbst stattfand, sollte in der vergangenen Woche der Aufbaukurs folgen.

Rottweil (mh). Unter dem Motto "Gipfelstürmer – Kurs mit Aussicht" sollten die 38 Teilnehmer aus verschiedenen Jugendverbänden des Dekanats den zweiten Teil des KJG-Kurspakets und somit ihre Ausbildung zum Gruppenleiter von Kinder- und Jugendgruppen abschließen. Doch weil der Kurs aufgrund der Corona-Krise nicht wie geplant im Freizeitheim Schlempen bei Furtwangen stattfinden konnte, fand man eine neue Lösung.

Unter der Leitung von Franziska Jauch entschieden die Teamer Stella-Maris Weisser, Fidelis Stehle, Benedict Braun, Thomas Storz, Paul Haney und Jugendreferentin Greta Wycisk, einen Teil des Kurses digital stattfinden zu lassen.

Impulse und Challenges

Die Planungen begannen, die Teamer bildeten sich selbst weiter und entdeckten viele hilfreiche Apps und Austauschmöglichkeiten. So fand der Kurs letztendlich von Montag bis Mittwoch statt, wobei jeweils morgens und mittags eine Einheit behandelt wurde. Digitaler Arbeitsplatz war Slack, eine Plattform, auf der zu verschiedenen Themen in verschiedenen Kanälen gearbeitet werden kann.

Themen waren dabei der BDKJ und seine Verbände, herausfordernde Kin der, Schutzauftrag Kindeswohl, Kommunikation und Konflikte, Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen (Sinus-Studie) und Öffentlichkeitsarbeit. Es wurden gemeinsame Mindmaps und Videos erstellt, man arbeitete auf Padlet – einer Art Notizwand – gemeinsam. Viele Lernvideos und Lernapps waren im Einsatz, und auch für ein selbst erstelltes Videospiel fand sich Zeit. Immer wieder tauschten sich die Teilnehmer via Chat, Telefon oder Videochat aus.

Doch auch über das Vermitteln von Wissen hinaus war einiges geboten. So gab es unter anderem täglich einen Impuls zum Start in den Tag sowie eine Tageschallenge, bei der zum Beispiel Palmsträuße gebastelt oder Gipfelbilder gemalt wurden. Die Ergebnisse teilten die Teilnehmer in Bildern miteinander. Es gab sogar ein Abendprogramm, bei dem das Kartenspiel Werwolf gespielt wurde.

Insgesamt konnten die Inhalte gut vermittelt werden, und Teilnehmer wie Teamer haben viel Neues gelernt. Einheiten, die digital nicht umgesetzt werden konnten, wie Erlebnispädagogik oder Projektarbeit, sollen bei einem Wochenende im Juli gemeinsam mit der Zertifikatsübergabe das Kurspaket vollenden.

Der digitale Gruppenleiterkurs soll laut Pressemitteilung des BDKJ eine Ausnahme bleiben, da gerade bei dieser Ausbildung zum Gruppenleiter das soziale Lernen einer der wichtigsten Bestandteile sei.

Quelle (Schwarzwälder Bote)